2. Herren verlieren gegen den Tabellenführer

Die Ausgangslage war ernüchternd. Mit einem Rumpfkader, der aufgrund von Krankheiten und anderen Abwesenheiten ramponiert war, gingen wir mit einer negativen Bilanz zum ungeschlagenen Tabellenführer, der 2. Mannschaft des Altrahlstedter Männerturnvereins. Unterstützung fanden wir in unserem alten Weggefährten Rocket. Der Spitzname stammt noch aus einer Zeit, in der die Gegner noch in der Ursuppe schwammen. Unser Team war im Schnitt locker 20 Jahre älter als die Gastgeber. Déjà-vu.

Egal, Spitzenspiel zur Prime-Time: Tipp-off am Samstagabend 20:15 Uhr. Wer macht eigentlich den Spielplan?

Das Spiel ging gut an. Armin gewann (sic!) den Jump. Die Verteidigung war zu Beginn zwar noch ausbaufähig, aber vorne ließen wir den Ball gut laufen und haben den Jungs mit solidem Mannschaftssport ein paar einschenkt. Die Gastgeber hielten ihre Führung, konnten sich aber nicht richtig absetzen, bis der Schalter bei uns umgelegt wurde und wir hektisch wurden. Die Ballverluste häuften sich, Rebounds gingen verloren, schlechte Wurfauswahl. Als guter Gast überließen wir den Hausjungs das Parkett. Das Geschenk nahmen sie dankend an und spielten sich in einen Rausch, den sie zur Mitte des 2. Viertels in 18-Punkte-Vorsprung ummünzten. Aber Nike, die Göttin des Sieges und der Sportlichkeit, legte den Schalter zurück und wir fanden zu altem Spiel. Ruhiger im Aufbau, entschlossen beim Rebound und bissig in der Verteidigung kämpften wir uns Punkt für Punkt – eingeleitet durch einen sensationellen Dreier von Tim „ich knall den Ball auch gerne mal gegen das Brett“ Stüwe – heran und verkürzten zur Halbzeit auf 5 Punkte.

Mit dem Schwung gings hochmotiviert ins dritte Viertel. Aber Nike spielte Spielchen an diesem Abend und wir verteilten wieder Gastgeschenke. Der Schalter ging dann noch ein paar Mal hin und her. Wir zeigten, was wir können; wir warfen dem Gegner den Ball in die Hände; wir spielten gute Spielzüge; wir liefen planlos in die Gegner. Wir waren immer wieder dran, den Rückstand auf unter 10 Punkte zu verkürzen. Die magische Grenze, bei der alles zu jeder Zeit drin gewesen wäre. Aber es war uns nicht vergönnt. Nike hatte ihren Spaß.

Endstand: 79:59 – für AMTV.

Der Schuldige war schnell ausgemacht. Tim, der nicht nur einen schönen Dreier geworfen hatte, sondern mit drei von drei Versuchen jenseits der 6,25 m eine höchstprozentige Quote hatte, hätte viel häufiger werfen müssen.

Trotz des deutlichen Ergebnisses war es phasenweise ein gutes Spiel von uns. Wir müssen uns jetzt auf unsere Stärken besinnen und die in den nächsten zwei Wochen ausbauen. Dann kommen die Walddörfer.

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