Zweite Herren siegen auswärts im Sonntagsspiel

Der Saisonauftakt war misslungen. Die Verantwortlichen beim HSV schon wieder nervös. Kein Wunder, dass der Druck auf den Trainer beim Spiel gegen den Dauergegner in der Bezirksliga enorm war. Schließlich will man dieser Liga seit Jahren entkommen, um sich Saison für Saison im Abstiegskampf wiederzufinden. Ja, ja, Anspruch und Wirklichkeit beim HSV.

Auf dem Feld erwartete uns der erwartet aggressive Gegner Hellbrook und eine eng stehende Zonenverteidigung. Durch die Mitte ging nicht viel, also versuchten wir unser Glück von außen. Der eine oder andere Wurf fand auch sein Ziel. Aber Abschießen sieht dann auch wieder anders aus. Dafür ließen wir auf der anderen Seite genauso wenig zu. 1. Viertel: 13:13.

Frühzeitig konnten wir viel wechseln, dank der Premiere zweier Neuzugänge – Willkommen Jonny & Fricke – waren 4 Spieler auf der Bank zu finden. So konnten wir in der Verteidigung aggressiv bleiben, was auch notwendig war. Denn der Ball lief zwar immer besser und wir konnten gute Würfe kreieren, aber die Punktausbeute wurde noch schlechter. Trotzdem gingen wir mit einem 2-Punkte-Vorsprung in die Halbzeit.

So, jetzt weitermachen, freie Würfe nehmen und Vorsprung ausbauen, war die Devise fürs dritte Viertel. Dank hervorragender Defensive ging bei den Hellbrookern erstmal gar nichts. Wir haben weiter kleckerweise unsere Punkte gesammelt und sind mit acht Punkten davon gehumpelt. Auszeit Hellbrook. Unsere Vorgabe: Auf 10 Punkte wegziehen, Sack zumachen. Der Gegner hatte was anderes besprochen und in der Folge einen 10:0-Run hingelegt und die Führung übernommen. Dank eines Mit-Brett-ohne-Ansage-3-Punkte-Buzzerbeaters von Ilse sind wir mit einem 1-Punkte-Vorsprung ins letzte Viertel.

Was den dreieinhalb Zuschauern in der Halle dann geboten wurde, war unglaublich. Kaum zu glauben, dass es noch eine Spielklasse darunter gibt. Auf beiden Seiten ging gar nichts mehr, außer Ballverluste und Fehlwürfe. Hellbrook fing sich als erstes. Punkteten insbesondere über ihre Großen. Übernahmen die Führung. Hellbrook strahlte zu dem Zeitpunkt einfach mehr Aggressivität aus. Aber auch wir fanden etwas wieder, was entfernt an Spielfluss erinnerte. Auch bei uns ging immer mehr am Brett. Konnten die Führung zurück erarbeiten. Aber es blieb knapp. Oberstes Ziel: Verlängerung vermeiden! 10 Sekunden vor Schluss 2 Punkte Vorsprung, Alex an der Freiwurflinie und kann den Sack dicht machen: die Nerven halten nicht stand. Aber mit nicht gekannten Reboundqualitäten holt er sich seinen eigenen Fehlwurf. Ball raus, Zeit runter laufen lassen. Foul. Freiwürfe: Jörg macht sie sicher. Letzter Angriff Hellbrook, aber das Spiel ist entschieden. Endstand: 47:51 für den Gast mit der Raute.

Dreckiger Sieg, aber gewonnen. Der Trainer hat jetzt erstmal zwei Wochen Zeit, um mit der Mannschaft in Ruhe zu arbeiten. Dann kommt Nettelnburg zum ersten Heimspiel der Rottrikots.

Leave a Comment

(required)

(required)